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Die Art zu malen

Kreation

 

Im Fluss des Lebens
 

Das Zarte einer Blüte, das Rauschen der Meere oder die Freude beim Anblick von etwas, was mich staunen läßt, sind der Beginn eines jeden Bildes. Kurz:

Es ist der Kontakt mit der Natur.(Entweder um mich herum oder in mir drin.)
Manchmal sehe ich die weiße Leinwand zuerst und fühle direkt, welche Eindrücke ich auf ihr verewigen möchte. Dabei ahne ich nur und habe kein konkretes Bild vor Augen. Ein anderes Mal bin ich irgendwo draußen und spüre, dass ich diese Stimmung eines Tages aufrufen und malen werde.
Im Nichtwissen über den Ausgang des Bildes beginne ich alle Farben die ich habe auf die Palette aufzutragen. Der Rest geschieht quasi von selbst oder besser gesagt durch mich durch.
Die Ölfarben verdünne ich gerne mit etwas Leinöl. Danach werden kurz die Bereiche angelegt, von denen ich glaube, daß sie das Empfinden einer Landschaft oder eines Eindrucks gut wiedergeben. Hierbei geht es um grobe Farbfamilien und das Fühlen von Licht und Schatten. Meistens hat das Gemälde im Prozess allerdings seine eigenen Vorstellungen davon, wie es werden will - und so führt der Pinsel mich vom Kopf, Lenken und eigenem Handeln fort ins Dienen, Ausführen und Empfangen von Eingebungen. Dies ist der magische Moment in dem die Farben wirklich fließen. Es gibt keine Gedanken, keine bewußten Handlungen, keine Kontrolle. Gelegentlich rutschen mehrere Pinsel gleichzeitig in meine Hand. Manchmal verwirrt mich das etwas, ebenso wie die rasante Geschwindigkeit, die oft beim Malen aufkommt. Es fühlt sich an, als würden meine Hände gelenkt werden. Lebensfluß, Farbauftrag, Verbundenheit, Gefühls- uns Farbwelt werden eins. Die Formen ergeben sich. Einige werden mehrfach von anderen übermalt oder bedeckt, so daß ich mich zwischendurch selbst wundere, wie oft das Bild sich wandelt. Es ist Flow und dieser fließt wie ein Fluß, reißt alles mit, so dass ein Bild an dem ich gestern malte heute ganz anders werden kann. Und morgen vielleicht wieder in einer neuen Energie glänzt. Am liebsten male ich konstant aus einer Stimmung heraus, aus einem Guß, doch aufgrund der Leinwandgrößen - und je größer ich male, desto freier fühle ich mich - spielt das Leben in die Malprozesse mit hinein.
Viel Leinwand wünscht viel Zeit und Hingabe. Und neben einem normalen Familienalltag kann es passieren, dass die Bilder immer mal wieder ein paar Tage oder Wochen ruhen und stehen müssen. Früher war ich im Widerstand mit diesen Phasen. Ich dachte, ich könne nur malen, solange die Farbe noch nass ist. Heute integriere ich diese Phase und vertraue, dass auch das zum Flow des Bildes gehört. So ergeben zwischendurch getrocknete Strukturen wunderschöne Effekte und neue Stimmungen in denen gemalt wird dem Bild oft ungeahntes Erscheinen und Wirken.

Ich würde gerne meinen Malstil oder die Technik beschreiben können.

Leider kann ich es nicht, außer zu sagen:

Ich gebe mich hin – jedem Impuls, jedem Gefühl, jedem Pinselstrich und dem Lauf der Dinge, der nicht in meiner Hand liegt, dem meine Seele jedoch folgt. Und alles was sich zeigt- darf sein.

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